Studien am Diakonie-Klinikum Stuttgart

Informationen für Patientinnen und Patienten

Das Diakonie-Klinikum Stuttgart bietet Ihnen die Teilnahme an einer klinischen Studie für folgende bösartige Erkrankungen an:

Leukämien (Blutkrebs)
• Akute myeloische Leukämie (AML)
• Akute lymphatische Leukämie (ALL)

Myelodysplastische Syndrome (MDS)

Chronisch Myeloproliferative Syndrome (cMPS)
• Chronische myeloische Leukämie (CML)
• Primäre Myelofibrose (PMF oder OMF)

Lymphome (Lymphdrüsenkrebs-Erkrankungen)
• Hodgkin-Lymphom (Morbus Hodgkin)
• Non-Hodgkin-Lymphome (NHL, B-NHL wie z. B. das Multiple Myelom, T-NHL)

Schilddrüsenkarzinome

Tumore der Prostata, Harnblase und Niere

Ferner werden Stammzelltransplantationen und Immuntherapien auch im Rahmen von klinischen Studien angeboten.

Warum kann eine Studienteilnahme sinnvoll sein?

Als Patient erwarten Sie die bestmögliche Therapie zur Behandlung Ihrer Erkrankung. Doch was ist die bestmögliche Therapie?
Diese Frage wird innerhalb von klinischen Studien beantwortet.

• Als Studienpatient werden Sie nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen behandelt.
• Sie erhalten möglicherweise Zugang zu Medikamenten, die außerhalb von klinischen Studien noch nicht verfügbar sind.
• Sie werden intensiver überwacht und engmaschiger nachbetreut als ein „Nicht-Studienpatient“.
• Die Behandlung wird von ausgewiesenen Spezialisten im Bereich der Krebstherapie übernommen.

Die Entscheidung, ob Sie an einer klinischen Studie teilnehmen, liegt alleine bei Ihnen.
Ein behandelnder Arzt unserer Klinik wird Sie über eine Studienteilnahme aufklären und Ihre Fragen gerne beantworten.
Nur wenn Sie der Teilnahme schriftlich zustimmen, werden Sie im Rahmen einer Studie behandelt.
Auch können Sie jederzeit - ohne Angabe von Gründen - Ihre Teilnahme widerrufen,  ohne dass Ihnen dadurch Nachteile entstehen.

Sollten Sie an einer Studienteilnahme interessiert sein oder Fragen zu einer Studie haben, dürfen Sie sich gerne an die Studienzentrale des Diakonie-Klinikums-Stuttgart wenden. Telefon: 0711-991-3517.

Als Patient erwarten Sie die bestmögliche Therapie zur Behandlung Ihrer Erkrankung. Doch was ist die bestmögliche Therapie?
Diese Frage wird innerhalb von klinischen Studien beantwortet.

• Als Studienpatient werden Sie nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen behandelt.

• Sie erhalten möglicherweise Zugang zu Medikamenten, die außerhalb von klinischen Studien noch nicht verfügbar sind.

• Sie werden intensiver überwacht und engmaschiger nachbetreut als ein „Nicht-Studienpatient“.

• Die Behandlung wird von ausgewiesenen Spezialisten im Bereich der Krebstherapie übernommen.

Die Entscheidung, ob Sie an einer klinischen Studie teilnehmen, liegt alleine bei Ihnen.
Ein behandelnder Arzt unserer Klinik wird Sie über eine Studienteilnahme aufklären und Ihre Fragen gerne beantworten.
Nur wenn Sie der Teilnahme schriftlich zustimmen, werden Sie im Rahmen einer Studie behandelt.
Auch können Sie jederzeit - ohne Angabe von Gründen - Ihre Teilnahme widerrufen,  ohne dass Ihnen dadurch Nachteile entstehen.

Sollten Sie an einer Studienteilnahme interessiert sein oder Fragen zu einer Studie haben, dürfen Sie sich gerne an die Studienzentrale des Diakonie-Klinikums-Stuttgart wenden.

Telefon: 0711-991-3517

Offene Studien

Medizinische Klinik/Hämato-Onkologie

Akute myeloische Leukämie (AML)/Myelodysplastisches Syndrom (MDS)

HOVON 150 AML / AMLSG 29-18

Multizentrische Studie zum Vergleich von Ivosidenib gegen Placebo bwz. Enasidenib gegen Placebo. Die Medikation erfolgt in Kombination mit Einstiegs- und Festigungstherapie nach einem festen Schema. Teilnehmen können Patienten, die für eine intensive Chemotherapie geeignet sind und folgende Diagnose haben: neu diagnostizierte akute myeloische Leukämie (AML) oder myelosysplastisches Syndrom (MDS) mit einem erhöhten Anteil an Blasten (Vorläuferzellen der weißen Blutkörperchen) und IDH1- oder IDH2-Mutation. Die Studie wird von der AML-Studiengruppe (AMLSG) durchgeführt, deren Ziel es ist, neue Therapieansätze zu untersuchen und Behandlungsergebnisse bei Patienten mit AML und MDS zu verbessern.

AMLSG 30-18 (noch nicht aktiv)

Studie der AML-Studiengruppe (AMLSG) zum Vergleich einer intensiven Standardtherapie gegenüber einer intensiven Chemotherapie mit CPX-351 (liposomales Daunorubicin/Cytarabin) bei Erwachsenen mit neu diagnostizierter AML und intermediärer bzw. ungünstiger Genetik.

AMLSG 31-19 (Rekrutierungspause)

Placebo-kontrollierte Studie zur Einstiegs- und Festigungstherapie mit Venetoclax bei erwachsenen Patienten mit einer neu diagnostizierten akuten myeloischen Leukämie (AML) oder einem myelosysplastisches Syndrom (MDS) mit einem erhöhten Anteil an Blasten, durchgeführt von der AML Studiengruppe (AMLSG).

AMLSG BiO-Project

Registerstudie der AML-Studiengruppe (AMLSG) zum biologischen Erkrankungsprofil und klinischen Verlauf bei der akuten myeloischen Leukämie und verwandten Vorläufer-Neoplasien und der akuten Leukämie unklarer Linienzugehörigkeit.

Im Rahmen des Registereinschlusses erfolgt eine zeitnahe genetische Diagnostik.

MDS-Register

Deutsches MDS-Register zur Charakterisierung der Erkrankung und Erfassung des Krankheitsverlaufs.

Akute lymphatische Leukämie (ALL)

GMALL-Register

GMALL-Register und begleitender Biomaterialbank, Biomaterialsammlung und prospektiver Datenerfassung zu Diagnostik, Behandlung und Krankheitsverlauf der ALL des Erwachsenen.

Das Register wird von der German Multicenter Study Group on Adult Acute Lymphoblastic Leukemia (GMALL) betreut.

Chronisch lymphatische Leukämie (CLL)

iVAC-L-CLL01

Patienten-individualisierte Peptidvakzinierung nach Erstlinientherapie der Chronisch lymphatischen Leukämie.

Morbus Hodgkin

HD-21

Studie zur Optimierung der bevorzugten ersten Behandlungsoption bei fortgeschrittenem Hodgkin-Lymphom. Verglichen werden zwei Behandlungsmöglichkeiten aus einer Kombination aus 6 bzw. 7 Substanzen.

Solide Tumore

KEYNOTE 158

Klinische Studie mit Pembrolizumab zur Bewertung prädiktiver Biomarker bei Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren.

In der KEYNOTE-158-Studie werden Patienten mit verschiedenen, nach Standardtherapie fortgeschrittenen Tumorarten mit dem Antikörper Pembrolizumab als Einzelwirkstoff behandelt.

COVID-19

COVIC-19-G

Internationale Studie zur Wirksamkeit einer frühen Transfusion von Rekonvaleszentenplasma mit sehr hohen SARS-CoV2-Antikörper-Konzentrationen bei vulnerablen Patienten mit COVID-19 als Modell für frühe Therapieoptionen bei pandemischen Situationen durch neue Krankheitserreger.

Plasma mit von SARS-CoV2-Genesenen gebildeten Antikörpern werden akut erkrankten COVID-19-Patienten gegeben, um evtl. die Schwere des Krankheitsverlaufs zu mindern.

 

Urologie

Prostata

ADAM

Randomisierte, offene Phase II Studie mit adjuvantem Apalutamid oder einer Standardbehandlung bei Hochrisikopatienten bei lokal begrenztem oder lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom nach radikaler Prostataektomie.

Apalutamid kann im Rahmen der endokrinen Therapie die Zellen des hormonsensitiven

Prostatakarzinoms am Wachstum hemmen.

HIFU

Anwendungsbeobachtung der Therapie mit hochintensivem fokussierten Ultraschall (HIFU) bei Prostatakrebs.

Die HIFU Technologie bündelt Energie von Ultraschallwellen, womit am Ort des Tumors Temperaturen von ca. 90 °C erreicht werden können und das Tumorgewebe zerstört wird.

Prostate Cancer Outcome (PCO)

Studie der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zur Erfassung der Behandlung und Ergebnisqualität von Patienten mit lokal behandeltem Prostatakarzinom.

Patienten werden zu zwei Zeitpunkten wahlweise online oder mit Papierfragebögen zu fünf Lebensqualitätsbereichen befragt. Zusätzlich werden demographische und klinische Daten erhoben.

Die Ergebnisse werden regelmäßig aufbereitet und in einem Bericht zur Verfügung gestellt.

Harnblase

AVENUE

Multizentrische, prospektive, einarmige Beobachtungsstudie zur Wirksamkeit von Avelumab für Patienten/innen mit fortgeschrittenem oder metastasiertem Harnblasenkrebs. Anhand von Therapiedaten und Patientenfragebögen sollen die Wirksamkeit und die Sicherheit einer Behandlung mit Avelumab als Erhaltungstherapie nach Abschluss einer platinbasierten Chemotherapie untersucht werden.

UroNAT-Register

Das Urothelkarzinom ist nach dem Prostatakarzinom der zweithäufigste urologische Tumor.

Im UroNAT Register werden zur Qualitätssicherung deutschlandweit von Patienten Daten über die gesamte Behandlung gesammelt, von der Diagnostik über den operativen Eingriff und die medikamentösen Therapien bis zur Nachsorge.

Harnblase und Niere

CARAT

Register für Patienten mit fortgeschrittenem und inoperablem oder metastasiertem Nierenzellkarzinom sowie mit fortgeschrittenem und inoperablem oder metastasiertem Harnblasenkarzinom. Zur Analyse der Wirksamkeit von Therapien werden von den Patienten Behandlungsdaten dokumentiert, Fragebögen zur Lebensqualität erhoben und Gewebeproben des Tumors für Forschungsprojekte gesammelt.

Sonstiges

Teilnahme am Arzneimittelhärtefall-/Compassionate Use-Programm für Harnblasenkarzinom.

 

Endokrine Chirurgie

Schilddrüse und Nebenschilddrüse

StuDoQ-Schilddrüsenregister

Qualitätsregister DGAV-StuDoQ: Erfassung und Auswertung pseudonymisierter klinischer Daten bei Patienten mit Schilddrüsen-OP für medizinische Fragestellungen und jährlicher Qualitätsbericht.

Die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie e.V. (DGAV) betreibt seit Jahren das Studien-, Dokumentations- und Qualitätszentrum (StuDoQ) zur Förderung medizinischer Qualität und Forschung. In diesem Rahmen werden auch für Ihre Erkrankung, sogenannte StuDoQ-Register bereitgestellt. In diesen Registern/Datenbanken werden Daten in Verbindung mit der Behandlung der teilnehmenden Patienten ausschließlich zu medizinischen Zwecken elektronisch erfasst und ausgewertet.

Zudem können die gesammelten Daten Auskunft darüber geben, ob und gegebenenfalls wie Behandlungsverfahren grundsätzlich geändert bzw. neue, bessere Verfahren eingeführt werden müssten.

ATC/AIO

Datenbank für seltene bösartige Tumoren der Schilddrüse und Nebenschilddrüsen (Register für seltene endokrine Tumoren)

Bösartige Neubildungen der Schilddrüse und Nebenschilddrüsen sind grundsätzlich nicht häufig. Sie sind in der Regel auch sehr gut behandelbar. Es gibt jedoch einige bösartige Sonderformen dieser Tumoren, die noch seltener sind.

Das Register für seltene endokrine Tumoren soll den Beginn einer Zusammenarbeit spezialisierter klinischer Zentren in Deutschland darstellen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, gemeinsam systematisch die Beschwerden, Symptome, Folgeerkrankungen dieser Tumoren sowie die Krankheitsfolgen und Sterblichkeit bei diesen verschiedenen Tumoren zu untersuchen.

ALSi – Befragung zur Rückkehr ins Arbeitsleben, zur Lebensqualität und zum Langzeitüberleben bei Patient*innen mit Schilddrüsenkarzinom (ALSi) – eine multizentrische prospektive Studie

Die Studie befasst sich mit dem Langzeitüberleben von Patienten mit Schilddrüsenkrebs, insbesondere deren Rückkehr ins Arbeitsleben und deren Lebensqualität über den Therapieverlauf hinaus.

Ziel ist es aufgrund von Fragebögen und der persönlichen Wahrnehmung der Patienten Aspekte herauszuarbeiten, welche die Rückkehr ins Arbeitsleben beeinflussen. Über einen Zeitraum von max. 3 Jahren nach Erstdiagnose erhalten Sie zur Erstdiagnose, nach 6, 12 und 36 Monate nach Diagnose einen Fragebogen, der ihre Arbeits- und Lebenssituation erfassen soll.

RED CARD – REDefining the Cancer Risk of indeterminate thyroid nodules

Studie zur Neubestimmung des Krebsrisikos bei Patienten mit Schilddrüsenknoten mit unbestimmter Zytologie.

Ziel der Studie ist ein Modell zu entwickeln, mit dem man bei Risikopatienten durch die interdisziplinäre Auswertung von klinischen, Labor-, Ultraschall-, genetischen und molekularen Parametern auf die Notwendigkeit einer Operation schließen kann sowie die Erfassung von postoperativen Komplikationen

CALYPSO

Für Patienten mit chronischem Hypoparathyreoidismus, d.h  einem Mangel an Parathormon, das in den Nebenschilddrüsen gebildet wird.  Dieser Mangel resultiert in verminderten Calcium- und erhöhten Phosphorwerten im Blut.  CALYPSO ist eine Placebo-kontrollierte, doppelt-verblindete Studie um Daten über die Wirksamkeit und Sicherheit von Eneboparatid (ein Rezeptor) zu sammeln. Eneboparatid (AZP-3601) ist ein Peptid, das auf eine bestimmte Konformation des PTH-Rezeptors abzielt, um einen anhaltenden und stabilen Kalziumspiegel zu erzeugen. An der Studie teilnehmende Patienten erhalten AZP-3601 als Injektion und orale Calcium-Gaben nach einem festgelegten Schema und Zeitplan.

Die Studie dauert ca 56 Wochen, in denen die Patienten Fragebögen zu Symptomen und Lebensqualität ausfüllen.