Rheuma leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet „das Umherfließen“. Der Begriff beschreibt die wechselnden Schmerzen der Muskeln, Knochen, Sehnen, Bänder und Gelenke.
Ein Teil der rheumatischen Krankheiten wird von der Inneren Medizin behandelt. Andere rheumatische Erkrankungen mit Gelenkschmerzen, Knirschen, Deformationen und Bewegungseinschränkungen sind eher der Orthopädie zuzuordnen. Die rheumatologische Orthopädie ist deshalb ein Teilgebiet der allgemeinen Orthopädie. Zu den „typischen Fällen“ der Rheumaorthopädie zählen die Bechterew'sche Erkrankung (Spondylitis ankylosans), die Psoriasarthritis (Gelenkentzündung bei Schuppenflechte) und die rheumatische Polyarthritis.
Beim entzündlichen Rheuma handelt es sich um eine sogenannte Autoimmunerkrankung. Immunzellen greifen irrtümlich das eigene Körpergewebe an. Hier geht man von einer erblichen Ursache aus. Die Folge ist die Arthritis, eine entzündliche Zerstörung der großen und kleinen Gelenke, die häufig operiert werden muss. Gicht gehört ebenfalls zum Formenkreis der rheumatischen Erkrankungen. Es liegt eine Erhöhung der Harnsäure im Blut vor. Diese Form des Rheumas kann das Weichteilgewebe und die Gelenke betreffen.
In der Sektion Rheumaorthopädie erheben wir bei der ersten Vorstellung der Patienten in unserer Klinik zunächst eine ausführliche Krankheitsvorgeschichte (Anamnese) und führen eine gründliche körperliche Untersuchung durch. Durch Blutproben kann im Labor die Diagnose erhärtet werden. Daneben verfügen wir über exzellente Möglichkeiten der apparativen Diagnostik wie Ultraschall (Sonographie), Röntgen, Kernspintomographie, Computertomographie und Szintigraphie, die bei besonderen Fragestellungen zum Einsatz kommen.
Dr. med. Dr. h. c. Michael Gabel
Facharzt für Orthopädie, Rheumatologe
Orthopädische Ambulanz
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