EndoProthetikZentrum
Die Endoprothetik – also der künstliche Gelenkersatz – gehört traditionell zu den den Schwerpunkten der Orthopädischen Klinik Paulinenhilfe.

Leitung des EndoProthetikZentrumsDer Ärztliche Direktor der Orthopädischen Klinik Paulinenhilfe, Prof. Dr. Peter Aldinger (rechts) und der stellvertretende Ärztliche Direktor, Dr. Joachim Herre.

In unserem hoch spezialisierten Endoprothetikzentrum werden Patienten vom jungen Sportler bis zum hochbetagten Menschen individuell und den jeweiligen Erfordernissen entsprechend behandelt. Jährlich werden in der Paulinenhilfe über 2.500 künstliche Hüftgelenke und Kniegelenke eingesetzt. Mit diesen Operationszahlen liegt die Paulinenhilfe bundesweit ganz vorne. Beim Ersatz von Hüftgelenk und Kniegelenk bietet die Orthopädische Klinik Paulinenhilfe ihren Patienten aber auch höchste Qualität. Dies belegt die erfolgreich bestandene Zertifizierung zum Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung. Die Paulinenhilfe ist damit die erste Klinik in Baden-Württemberg, die die strengen Qualitätskriterien der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) erfüllt.

Das Endoprothetikzentrum der Orthopädischen Klinik Paulinenilfe am Diakonie-Klinikum in Stuttgart führt Hüftgelenkoperationen und Kniegelenkoperationen jeden Schweregrades durch, sowohl bei Patienten in der Erstversorgung mit einem künstlichen Knie- oder Hüftgelenk als auch bei Patienten, bei denen ein künstliches Gelenk ausgewechselt werden muss (Wechseloperation).

Bei jedem Eingriff steht die Operationsqualität für den einzelnen Patienten im Vordergrund. Sie entscheidet über die Beweglichkeit des Gelenkes und die neue Lebensqualität, die die Patienten durch den Gelenkersatz gewinnen.

Vielfach kommen in der Orthopädie Paulinenhilfe minimalinvasive Verfahren zum Einsatz, damit die Rehabilitation unserer Patienten nach einem Gelenkersatz so schnell und reibungslos wie möglich erfolgen kann.

Die Ergebnisse des Instituts für Qualitätssicherung AQUA haben gezeigt, dass in der Paulinenhilfe während und nach den Operationen deutlich seltener Komplikationen auftreten als im Bundesdurchschnitt.

Aufgrund der hohen OP-Zahlen haben wir Erfahrungen mit vielen verschiedenen Implantatsystemen. Unser Ziel ist es, jeden Patienten so individuell wie möglich mit Knie- und Hüftgelenken zu versorgen.

Gerne beraten wir Sie persönlich und besprechen mit Ihnen die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten.

Häufig gestellte Fragen zur Endoprothetik

Wie können Endoprothesen belastet werden?

Nach der Implantation einer Endoprothese können in der Regel alle Aktivitäten des Alltags wieder aufgenommen werden. Auch sportliche Betätigung ist nach 6 Monaten wieder möglich. Dabei sind Sportarten ohne große Stoßbelastungen am besten geeignet. Schwimmen (alle Lagen), Wandern, Golf, Nordic Walking, Tanzen usw. sind gute Sportarten für Endoprothesenträger; auch Skifahren ist möglich, sofern die Sportart vor dem Eingriff gut beherrscht wurde.

Was sind die Risiken eines solchen Eingriffs?

Die Implantation eines künstlichen Gelenkes ist eine der erfolgreichsten Operationen in der Medizin und die Komplikationsraten sind niedrig.

Dennoch gibt es - wie bei jedem operativen Eingriff - Risiken. Eine Endoprothese ist mit den generellen Risiken eines mittelschweren operativen Eingriffs verbunden. Dazu gehören die Bildung von Blutgerinnseln in den Beinen (Thrombose) während oder nach der Operation, die Wundheilungsstörung (Infektionen - in der Paulinenhilfe deutlich unter 0,5  Prozent), der postoperative Bluterguss (Hämatom), die Nachblutung und die Möglichkeit einer Verletzung von Nerven und Blutgefäßen. Gelegentlich kann während der Operation ein Blutverlust auftreten, der eine Bluttransfusion (Eigen- oder Fremdblut) erfordert (in der Paulinenhilfe in weniger als 10 Prozent der Fälle).

Ein für den Eingriff spezifisches Risiko ist eine selten auftretende Absprengung von Knochengewebe am Oberschenkel, die dann einer zusätzlichen Stabilisierung durch Verdrahtung oder Schrauben bedarf.

Endoprothesen haben heute eine gute Langzeithaltbarkeit. Dennoch kommt es im Laufe von 10 Jahren bei circa 5 Prozent der Patienten zu einer sogenannten Endoprothesenlockerung, die mit Schmerzen und eventuell entzündlichen Veränderungen einhergeht und eine Revisionsoperation mit einem Wechsel der Endoprothese erforderlich machen kann.
    
Bei einigen Patienten kommt es in den ersten Monaten nach der Operation zur Knochenneubildung um das Kunstgelenk, einer periartikulären Ossifikation. Ohne geeignete Gegenmaßnahmen kann durch sie die durch die Operation gewonnene Beweglichkeit wieder verringert werden. Durch vorbeugende Röntgen-Bestrahlung des umliegenden Gewebes unmittelbar vor der Operation wird bei bekannten Risikopatienten die Knochenneubildung reduziert.

Die postoperativer Gabe eines geeigneten Entzündungshemmers (in der Regel Voltaren/Arcoxia) ist heute dagegen aus dem gleichen Grunde Standard für fast alle Patienten. Die genannten Komplikationen treten in spezialisierten Kliniken in weniger als einem Prozent der Behandlungsfälle auf.

Wie werde ich nach einer OP betreut?

In den ersten Tagen nach der Operation werden Wundschmerzen individuell mit Medikamenten behandelt. Die krankengymnastische Bewegungstherapie des operierten Beines beginnt. Die Mobilisation beginnt bereits am 1. Tag nach der Operation und der Patient kann die ersten Schritte gehen.

In den ersten Wochen werden Unterarmgehstützen benutzt, um die Gangsicherheit zu verbessern und das operierte Hüftgelenk nicht zu überlasten. Die stationäre Behandlung dauert nach einem komplikationslosen Eingriff etwa eine Woche.

In dieser Zeit werden der sichere Gang, das Treppensteigen und die Selbständigkeit geübt. In der Rehabilitation wird die Mobilität weiter verbessert und die das Kunstgelenk stabilisierende Muskulatur gezielt trainiert.

Was sind minimalinvasive Operationstechniken?

Moderne minimalinvasive Operationstechniken erlauben heute eine gewebeschonende Art der Implantation. Es handelt sich hierbei um – im Vergleich zu früheren Techniken - weniger invasive Zugänge zum Gelenk.

Ein Vorteil ist die schnellere Rehabilitation der Patienten im Vergleich zu konventionellen Techniken aufgrund der schonenderen Weichteilbehandlung. In der Orthopädischen Klinik Paulinenhilfe verwenden wir immer eine für den einzelnen Patienten geeignete und möglichst schonende Technik.

Ärztlicher Direktor

Orthopädische Klinik Paulinenhilfe

Chefarzt Endoprothetikzentrum

Prof. Dr. med. habil Peter Aldinger

Facharzt für Orthopädie, Orthopädie und Unfallchirurgie, spezielle orthopädische Chirurgie

Stv. Ärztlicher Direktor

Orthopädische Klinik Paulinenhilfe

Koordinator Endoprothetikzentrum

Dr. med. Joachim Herre 

Facharzt für Chirurgie, Facharzt für Orthopädie

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Faltblatt mit Informationen zum Gelenkersatz an Hüfte und Knie
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